eisodos-Rezept

eisodos-Rezept für das Schreiben eines wissenschaftlichen Artikels ist jetzt online (PDF)!

Wir bitten alle Autoren, vor der Einsendung Ihrer Artikel an eisodos diese hinsichtlich der Hinweise des eisodos-Rezepts nochmals zu überprüfen.

Die neuen Mitglieder unseres wissenschaftlichen Beirats

Inzwischen ist der wissenschaftliche Beirat von eisodos um einige Mitglieder gewachsen, die wir hier aufführen möchten:

Prof. Dr. Stefan Büttner (Universität Wien)

Prof. Dr. Jonas Grethlein (Universität Heidelberg)

Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht (Standford University)

Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath (Universität Göttingen)

Prof. Dr. Christoph Riedweg (Universität Zürich)

Prof. Dr. Arbogast Schmitt (Philipps-Universität Marburg)

Ausführlichere Informationen zu den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats finden Sie  hier.

Die Studienvertretung Graz’ lädt Studierende der Klassischen Philologie ein

Die Studienvertretung der Klassischen Philologie Graz lädt euch zu einem Treffen an der Universität Graz ein. Diese „wissenschaftliche Tagung für (Noch-)Studierende“ soll Euch die Gelegenheit bieten, Abschlussarbeiten im Bereich der Klassischen Philologie vorzustellen und unter Kollegen zu diskutieren. Auch nicht-vortragende „Spaß-Mitfahrer“ sind herzlich willkommen, mitzufahren, um inter-universitäre Kontakte zu knüpfen, in eine (vor-)wissenschaftliche Tagung hineinzuschnuppern, Graz kennenzulernen und zu genießen.
Angedacht wäre ein kurzer Vortrag von 10min, in dem kurz in die Arbeit eingeführt, vor allem aber Ergebnisse vorgestellt werden. Ein wenig ins Detail gegangen werden kann dann in der folgenden 10-minütigen Diskussionsphase, die auf auftauchende Fragen und interessante Aspekte eingeht.

Mehr Informationen finden Sie in der Einladung (PDF).

Potsdam Mai 2015 “Moderne Kontextkonzepte und antike Literatur”

Text, Kontext, Kontextualisierung.

Moderne Kontextkonzepte und antike Literatur

Tagung an der Universität Potsdam, 7. bis 9 Mai 2015

 

„Kontext“ und „Kontextualisierung“ sind nicht nur in der Klassischen Philologie vertraute und oft nur allzu selbstverständlich gebrauchte Begriffe. Blickt man sich in der gegenwärtigen Literatur um, werden sie für höchst unterschiedliche Forschungsinteressen vereinnahmt: „Kontextualisierung“ kann so verschiedene Operationen wie die Situierung eines Textes in seinem soziokulturellen, religiösen oder intellektuellen Umfeld, die Betrachtung eines Einzelgedichts im Gefüge eines Gedichtbuches oder die Deutung eines Textteiles aus dem umgebenden Äußerungszusammenhang des Textes heraus meinen. Immer wieder wird dabei betont, dass mit diesem Verfahren grundsätzlich Wichtiges für das Verständnis der Texte zu ermitteln ist, und sobald etwas als „Kontext“ benannt ist, spricht man ihm ein Erklärungspotential zu, mit dessen Hilfe das Kontextualisierte besser als bisher zu deuten sein soll.

Das Anliegen der Tagung ist es, den Begriff des „Kontextes“ zu problematisieren: Wie wird etwas zum „Kontext“? Welche Beziehung muss zwischen Objekt und „Hintergrund“ bestehen, damit ein „Kontext“ deutungsrelevant wird? Welche Arten von „Kontexten“ kann man unterscheiden? Was ist „Kontext“ eigentlich – und was ist kein Kontext? Inwiefern berührt die Wahl des „richtigen“ Kontextes die Frage nach der Zulässigkeit einer Interpretation? Wie wirkt sich „Dekontextualisierung“ aus? Auf welchen literarischen oder narratologischen Ebenen (abstrakter Autor, Erzählerebene, Figurenebene) wird kontextualisiert? Ist Kontextualisierung nur ein Problem des Lesers und seines Rezeptionsverhaltens oder auch betrifft sie auch den Textproduzenten und seine Darstellungsstrategien? Über diese und ähnliche Fragen werden wir theoretisch reflektieren, indem wir Kontextkonzepte aus Kommunikationstheorie, Linguistik und moderner Literaturtheorie mit klassisch-philologischen Fragestellungen verbinden. Unser Ziel ist es, die bisher oft indifferent gebrauchten Begriffe zu schärfen und so auch die Möglichkeiten und Grenzen der damit verbundenen Konzepte zu bestimmen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Geleitwort von Prof. Glenn W. Most (Pisa/Chicago)

On the one hand, hitherto discussions of literary theory in Germany have tended to pay surprisingly little attention to ancient literary texts. And on the other hand, although one might expect Classics to be especially interested in the implications of modern literary theories for the interpretation of ancient literature, nonetheless, at least in Germany, many Classicists seem to have viewed such theories rather more skeptically than their colleagues in other philologies.

The consequences are visible even today: many students who work on ancient literature in Germany seem to be relatively unaware of literary theoretical discussions, unless they have taken the trouble to find out about them themselves.

This is a tendency that I myself could not help but notice when I was a professor in Heidelberg during the 1990’s; and even though I left my German university position in 2001, I have seen very little evidence since then that could convince me that matters have changed very much.

Things tend to be rather different in the Anglo-American world, where critical discussions of the literary theoretical developments of the past century have been very productive and diverse, both in work on ancient texts and in Classics itself. To the degree that Classics understands itself also as a discipline that studies literature, it would seem indispensible for it to be concerned also with the theoretical bases for reading ancient literature. But not only does the 20th century offer a plethora of literary theoretical reflections and theories – so too did antiquity itself. I myself have always considered it an important part of my task, and of my pleasure, as a university teacher of Classics to make my students more familiar with the foundations of various literary theories by discussing with them significant theoretical texts from antiquity until the present.

A further desideratum that eisodos hopes to supply is the following: students in Anglo-American universities, already at a relatively young age, have many opportunities nowadays to practice the craft of scholarly publishing, for example in journals run by students for students. My impression is that such possibilities tend to be lacking in German language universities.

So I believe that eisodos is a very laudable project. For students who are interested in literary theory and ancient literature, it will provide a platform that will let them practice scholarly writing while they are still young enough to learn and to improve with comparative facility. The scientific committee that will evaluate potential contributions can be expected to provide assurance regarding their quality.

So I wish eisodos all the best. May it be only the first of many such academic ventures.

Glenn W. Most

Firenze/Pisa/Chicago

2014.01.31