Rezension

R. Toepfer, G. Radke-Uhlmann (Hgg.), „Tragik vor der Moderne‟ (2015)

VANESSA ZETZMANN (Universität Würzburg)

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Über das Buch:    Der Winter Verlag schreibt: „Die Fähigkeit, das Tragische zu denken und kritisch zu reflektieren, wurde der Antike und dem Mittelalter vielfach abgesprochen. Statt das moderne Tragikverständnis Hegels absolut zu setzen, geht der interdisziplinäre Sammelband von der Historizität und Pluralität der Tragödientheorien aus.

In elf Beiträgen aus der Klassischen Philologie und der Mediävistik wird die Kategorie des Tragischen für die Analyse der Literatur vor der Moderne fruchtbar gemacht. Untersucht werden Formen und Konzepte tragischen Handelns bei Homer, Aristoteles und den griechischen Tragikern Sophokles und Euripides, bei Vergil, Ovid und in den ‚Poetik‘-Kommentaren der Renaissance. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Strukturen tragischen Erzählens in den Werken des europäischen Mittelalters: im ‚Eneasroman‘, ‚Tristan‘, ‚Titurel‘, in der ‚Mort Artu‘, im ‚Nibelungenlied‘, der ‚Rabenschlacht‘ und der ‚Melusine‘.‟

 

Über die Autorin:   Vanessa Zetzmann hat Klassische Philologie in Würzburg und Oxford studiert und 2015 das erste Staatsexamen abgelegt. Derzeit arbeitet sie an ihrem Dissertationsprojekt Gestaltung und dramatische Funktionen scheiternder Reden in der attischen Tragödie an der Universität Würzburg. Zu ihren Interessen gehören neben dem griechischen Drama antike Rhetorik, moderne Literaturtheorien und die Darstellung von Kommunikation in der antiken Literatur.