Partitur auf weißem Grund. Zur Schriftbildlichkeit und Klangkunst in Stephane Mallarmés Un coup de dés jamais n’abolira le hasard

TOBIAS KRÜGER (Freie Universität Berlin)

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AbstractDer Aufsatz untersucht das Verhältnis von Schriftbildlichkeit und Klangkunst in Stéphane Mallarmés Un coup de dés. Unter Berücksichtigung medientheoretischer Gesichtspunkte analysiere ich einerseits die phonemisch-prosodische Dimension des Gedichts und andererseits die Performativität des Schriftbildes sowie die Vielgestalt der Schrift-Bilder. Mit Hilfe eines close reading wird der Versuch unternommen die Bedeutung der Schriftlichkeit und Musikalität für die Interpretation des Textes fruchtbar zu machen. Dabei verfolge ich die These, dass beide Medien eine ästhetische Eigendynamik erlangen. Konstitutiv für diese Form der autonomen Medialität ist das Weiß des Papiers, das in erheblichem Maß zur Inszenierung der Medien beiträgt und die Materialität des Textes zur Schau stellt.

Über den Autor: Tobias Krüger studiert im Bachelor Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsinteressen sind deutsch-, französisch- und englischsprachige Literaturen insbesondere Fragen der Literatur- und Medientheorie sowie kulturwissenschaftlich-diskursanalytische Ansätze.